SV Wacker 04 Bad Salzungen e.V.

Wechsel auf der Trainerbank

Philipp Mikuletz, 08.01.2020

Wechsel auf der Trainerbank

Wechsel auf der Trainerbank zur Winterpause

Wir sagen: DANKE NOLLE!!!

Seit der Saison 2014/15 war Daniel Hlawatschek Trainer der ersten Mannschaft des SV Wacker 04. Laut einer Statistik von fupa.thüringen stand "Nolle" über 160 mal an der Seitenlinie für unsere "Erste"! Aufgrund von privaten Verpflichtungen und neuem Nachwuchs legt er nun das Traineramt nieder. Wir bedanken uns rechtherzlich bei ihm und seiner geleisteten Arbeit. Ehrenamtliche Arbeit stellt in heutigen Zeiten kein Selbstverständnis mehr dar - daher gebührt ihm Respekt und Anerkennung für den Aufwand und die starken Nerven, auch in schwierigen Phasen. Daniel verlässt allerdings nicht den Verein, er bleibt uns in einer anderen Funktion erhalten.

Die Mannschaft übernehmen wird Peter Knopf, welcher bereits im Nachwuchsbereich des SV Wacker 04 tätig war und Inhaber der DFB-Elite-Lizenz ist. Ihm zur Seite stehen Holger Johne und Mathias Weisheit.

Wir haben mit Daniel gesprochen:

Hallo Nolle. Nach 5 jähriger Trainertätigkeit in unserem Verein geht sowohl für dich, als auch für uns eine schöne Zeit zu Ende. Wie würdest du deine Zeit als Trainer zusammenfassen?

• Wie überall im Leben gab es Höhen und Tiefen, Erfolgserlebnisse und Negativerlebnisse. Insgesamt war es aber eine sehr schöne Zeit. Als ich das Amt 2014 übernommen habe, haben mich viele gefragt, warum ich mir das antun würde – Natürlich wegen dem Verein und den Jungs. „Wenn wir absteigen, steigen wir wieder auf“, war meine Divise. Zudem konnte ich zum damaligen Zeitpunkt selber nicht spielen und so war ich weiterhin Teil der Mannschaft. Es war eine schwere Situation damals mit vielen jungen und unerfahrenen Spielern. Aber wir haben uns entwickelt und Jahr für Jahr am Ende sicher die Klasse gehalten. Natürlich war und ist auch immer noch Luft nach oben. Man muss aber auch immer die Gesamtumstände sehen, um die Situation richtig zu beurteilen. Bei vielen Studenten und Schichtarbeitern ist es oftmals schwierig, zielführend die Mannschaft zu verbessern. Auch wenn das das Ziel eines jeden Trainer sein muss. Dann bleiben oftmals nur die Vorbereitungsspiele oder selbst die Spiele innerhalb der Meisterschaft, neues auszuprobieren. Dann zahlt man auch mal Lehrgeld. Das sollten Außenstehende auch mal verstehen und nicht immer gleich alles schlecht reden, wenn es mal nicht läuft.

Was war für dich der schönste Moment, den du mit der Mannschaft erlebt hast?

• Da kann man sicher nicht den einen Moment hervorheben. Der Gewinn des Salzpokals 2015 im Finale gegen Schweina, der Klassenerhalt nach einer Zitterpartie gegen Meiningen in der ersten Saison, das Spiel gegen Carl-Zeiss-Jena oder der Sieg zum letztjährigen Saisonauftakt gegen Schweina zählen sicher dazu. Aber da gibt es auch noch viel mehr Momente, die einem in Erinnerung bleiben.

Wie sieht deine Zukunft in Bezug auf Fußball aus?

• So lange wie es geht, werde ich versuchen regelmäßig zu trainieren. Man will ja schließlich fit bleiben. Sobald der Nachwuchs da ist, wird es sicher erstmal schwierig werden. Aber wenn es mir möglich ist, bin ich immer da. Egal ob im Training, oder zum Spiel. Wobei ich nicht den Anspruch haben werde, jungen Spieler den Platz wegzunehmen. Ich denke, von außen kann ich mehr helfen. Zumindest, was die erste Mannschaft betrifft. Wobei ich euch sicher nicht die Bratwürste brate 

Viele junge, talentierte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs haben unter dir den Sprung in die erste Mannschaft geschafft und haben sich sehr gut weiterentwickelt. Was willst du der Mannschaft für die Zukunft noch mitgeben?

• Wichtig ist aus meiner Sicht, dass jeder erkennt, dass ein Team nur als solches funktioniert und indem man seine persönlichen Stärken und Fähigkeiten bestmöglich einbringt. Die muss ein Trainer natürlich erkennen und oftmals sind die Sichtweisen unterschiedlich. Deswegen ist ein neuer Trainer auch mal eine Chance für den ein oder anderen, der zuletzt nicht immer zum Zug gekommen ist. Darüber hinaus sollte man im Mannschaftssport bereit sein auch mal seine persönlichen Interessen hinten an zu stellen. Das fehlt mir oftmals noch, weil ich das als Fußballer, Tennisspieler und Trainer immer getan habe und Grundvoraussetzung für Erfolg ist.
Als letztes würde ich jedem jungen Spieler noch mit auf dem Weg gehen, nicht ungeduldig zu werden, wenn man mit 17 nicht gleich Stammspieler ist. Ich wollte als Trainer nie die Jungen unnötig verheizen. Jeder bekommt seine Chance. Als A-Jugendlicher bin ich unter Lutz Otto viel durch Thüringen gefahren, um am Ende ein paar wenige Minuten zu spielen. Aber irgendwann habe ich meine Chance bekommen und das wichtigste, genutzt. Macht nicht die umliegenden Vereine stark indem ihr glaubt, ihr schafft es bei Wacker nicht. Darüber hinaus kann man auch über alles reden!

In diesem Sinne, DANKE FÜR ALLES! Einmal Wacker, immer Wacker!💙💙💙

#wackeralè